engel

 

die strassen haben kein talent zum suchen
die großen fehlenden stellen
sie gähnen in ihr
in der nacht in der sonst niemand schreit
ist sie ganz stumm
sie trägt sich ein
in das leere buch voller namen
sie sieht was sie sieht in den tränen der überflüssigen
die gehen sobald sie können
sie stirbt den nächtlichen geburtsurkundentot
sie verschleiert sich
wird zum gedicht
ihr wehzutun ist einfach
sie zu überschütten mit lob
mit dem deckmäntelchen der angst
die nähe tropft
der wasserhahn friert
sie fällt über den eigenen stillstand
lacht über den stolz
lacht über die umarmung die sie nicht haben will
lacht und erkennt
es ist das zittern dass die friedhöfe unfruchtbar macht
es ist die lächerlichkeit der messerträger
die glauben
sie würden ihr weh tun können ohne zu leiden

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