die sehnsucht ist ein großer fuß

sagt sie und blickt zu den taxiständen

zu tief ist was wir nicht erkennen, sagt sie

schaut ihn an als hätte er pistolen

zwischen den zahnlücken versteckt

du gehst durch und durch sagt sie

während er stumm die bleistiftspitze ansieht

die sie vor wochen in den fluss geworfen hat

in welchen fluss fragt er

sie

mit den augen eines schmerzes

die tiefe wunde einer zu krustigen brotscheibe

die hände nah an seiner nase

an den fluss haucht sie und sie lächelt und

während sie lächelt geht etwas unter

wird verraten und obdachlos

macht nichts, denkt er

macht nichts, dann gehe ich eben wieder

auf reisen

es fehlt ja nicht an orten

die alten schiffe rosten ein in ihrem gedächtnis

ihr vater war matrose

er hörte gerne das schweigen

das schweigen das immer zu kurz kommt

auf diesem planeten

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