der schuh in mir

 

 

einmal hörte ich meinen linken schwarzen schuh poltern

er war die ganze zeit stets wachsam gewesen

nun fing er an zu poltern

was war da los

das ging doch nicht

 

das ging doch nicht mit rechten dingen zu

er war doch immer so still

so genügsam gewesen

was war los

 

war er unzufrieden

ich konnte mir nicht vorstellen

dass er unzufrieden war

aber er polterte

das war eindeutig und dann war er weg

 

die stille danach war noch viel schlimmer

sie hatte den geschmack von etwas pelzigen

woher kam das und woher kam mein plötzlicher durst

ich hatte ja plötzlich durst

 

ich machte mich auf den sprung

wollte schon hin

aber beim barte der falschen soldaten

draußen regnete es und irgendwo

stolperte mein schuhe umhin

 

warum

warum hatte er seinen aufstand nicht verschoben

solche aufstände sind wichtig

das weiß ich

aber man musste sie bei schlechten wetter verschieben

 

er verschob nichts

er hatte genug

ich stellte mir vor, wie er

durch die nasse strasse glitt

wie er sich vor den ecken fürchtete

wie er spürte das irgendetwas falsch war

er dachte aber nicht über seine handlung nach

ja

er hätte sie sonst in frage gestellt

er wäre zurückgekommen wie das hänseklein

und wie das hänseklein hätte ich ihn umarmt und

gesagt

siehst du mein schuhbidu

so geht das nicht

man kann nicht gehen ohne zu begreifen

 

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endlosigkeit

 

 

du hältst es im zimmer nicht aus

nicht draußen

nicht irgendwo in der kneipe

 

du sammelst in der nacht all

die vergrabenen ideen

die spät zurückkommen

die abschiede feiern wie anfänge

 

was hast du nur

du vergräbst dich in deinem schatten

du weißt nicht mehr

ist das richtig

ist ein gedicht wirklich der ort den ich suche

 

irgendwo sammeln sie preise

es geht nie darum

diese nacht zu beschreiben

diese nacht ohne gesicht

in der die

die fallen

immer aufstehen

nur um der wirklichkeit zu sagen

wir sind tatsächlich tot