nach mainz

DSCN1834

zuerst hats kein bild gebe und

dann bin i zu spät gkomme

desjhalb kanns nur ein gedicht

gebe

das handelt von der irmi

de irmi isse wo da eintrachtfan

sie ist sich das schuldig

denn sie wohnt in zellbronn

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im herzen europas

sprechen

von den satten heisst

etwas aussprechen

das überflüssig ist

aber

wenn es draufankommt

möchte ich nicht immer

dss die schwachen

gegen die starken gewinnen

 

Herrfan 001

m


 

 

m ist traurig weil sie nichts davon hat

sie geht hinter ihrem mann

der lächeln darf und hat nichts davon

sie hat nichts davon dass er lächeln darf

sie geht mit dem land aus dem sie gekommen ist

durch die strassen

sie darf nicht denken

sie darf nicht sagen

das ist bunt

sie darf nicht wecken die eigenen tatsachen

sie darf nicht sehen mütze und sich vorstellen

teil dieser mütze zu sein

sie darf nicht körperlich vergessen was zeit bedeuten kann

m ist traurig

sie darf traurig sein

sie darf es

weil der bunte mann das nicht sieht

er sieht die trauer nicht

denn die trauer hat keine farbe

frankfurter waldstadion

 

DSCN1829

 

ich bin 15 jahre alt und

ich weiß noch nicht

was ein gedicht ist

ich weiß es nicht

sage ich und ich bin

fünfzehn

 

ich weiß was pfützen sind und

ich denke mir

wenn ein gedicht eine pfütze

ist

werde ich zu spät ins stadion kommen

 

ich bin fünfzehn und ich warte

auf meinen bewährungshelfer

der mich mit ins stadion nimmt

ich hab radiergummis gestohlen

ich sag es frei heraus

 

ich hab was am spielstand radiert

hab versucht die tabelle zu manipulieren

mein bewährungshelfer sagt

punkte holt man anders

ich fragte ihn

wie denn, wie denn wenn man ständig

gegen übermannschaften spielt

ich sagte

wenn wir nicht ständig gegen übermannschaften

spielen müssten

gäbe es mehr gerechtigkeit und er sagt

aber radiergummis nutzen sich ab

mit der zeit

 

 

Lorde holt drei Punkte

 

 

P1040832

 

schrei das aug aus dem gedicht

schreib

es ist laut

die leute wollen mehr

sie klatschen

sie suchen ihr gesicht in

ihrem

sie sind

was immer sie sind

draufgänger

einzelgänger

vielgänger

sie tanzen ums

green light

sie atmen

das ist nicht besonders schwer

sie verbindet augen

sie ruft

es ist zeit die nacht reinzuholen

die erste die wir erkennen

die letzte von der wir uns nicht mehr trennen

tausendmal am tennis court

entscheidet sich dann doch alles aufm platz

die augen sehen es

leicht und verträumt reden wir uns ein

das alles kann man erkennen und ahnt doch wie vergesslich man ist

 

eine flucht ist immer auch suche

wir brennen darauf

die augen zu schliessen

dort drei punkte und dort

eine ungezähmte

die weiß

was sie kann

menschen glücklich zu machen

in einer einzigen nacht

Elke erzählt

 

 

irgendwann hat sie das ende gezeichnet

nahm ihr mütze

warf sie in die luft

fing sie auf und legte sich wieder hin

 

irgendwann hat sie das ende erreicht

stand kurz davor

brachte es nicht fertig

weiterzugehen

so ganz ohne grund geht man nicht

so ganz ohne grund nimmt man nichts mit

 

irgendwann sagt sie

werde ich lieben

ich werde den körper und das dazwischen sein

ich werde die augen

die ohren und den mund in meine küsse tragen

ich werde blind werden oder zu staub

ich lasse mich fallen, sagt sie

in dem ich die luft umrühre

ich schweige

weil meine hände für alles sprechen