Elke erzählt

geschlossen
der morgen
die letzten suchen nicht mehr
als sie finden
die strassen heben alles auf
wir
uns
wir
uns
was erwartest du
wir legen uns zusammen
die wörter bedauern uns
schmerz kann so albern schmecken

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bis zum spiel

Buschwir lieben den ball

den fuss der

drauftritt

 

wir lieben es zu sagen

die anderen

wir sammeln was wir sammeln

in uns hinein

 

wie lustig gedichte zu schreiben

ohne berufung

ohne begründung

ohne zu erkennen

dass es nichts zu sagen gibt

 

es ist niedlich ein gedicht zu schreiben

an einem langen nachmittag

die sonne gähnt

der himmel bewölkt

 

die schritte langsam

allzu langsam mit den jahren

 

wirklichkeit ist eine suppe im haar

wirklichkeit ist

wir nehmen die nacht zum gefangenen

 

wir geben anderen flugblätter

gegen den eigenen atem

wir beruhigen uns

wir tauchen

tauchen auf

suchen was wir finden

im sammeln

im sammeln unseres vergessens

 

wir sind die

die nicht sehr viel aushalten

wir

das sind die

die vor den wasserhähnen stehen und tropfen

 

sie sagen

mütter

ihr dürft nicht reden

wenn ihr redet

nehmen wir euch

unsere babys

 

wir stecken die babys in

unsere gefängnisse

wenn sie schreien

ist es unser atem der

dazwischenfährt

 

wenn sie schreien

ist es euer erwachen

das nicht schlafen kann

in dieser stille

morgen

wecken wir den schnee

spüren wir die spur

denken

das leben

denken es leicht

denken

es wäre besser

es zu vergessen

denken es leise

gerade so

als würde jemand versuchen

uns zu verraten

in all dieser stille

es war einmal..

 

 

 

es war einmal eine frau

die hatte nur einen kopf

 

erzähl weiter

klatschten die backpflaumen

erzähl weiter

riefen sie

erzähl doch weiter

du meister der weisheit

was war mit der frau

was tat sie

kaufte sie sich ein radio?

 

ja

ihr wisst es doch bereits

sie kaufte sich ein radio

aber sagt mir liebe backpflaumen

wisst ihr denn wie man  ein radio bedient

Liebling

sie tragen mützen

DSCN1539sie tragen sie spazieren

liebling

sie sagen nichts

sie sprechen nicht

sie gehen ins stadion und gehen hinaus

liebling

sie werden gewinnen

sie werden warscheinlich gewinnen und

keiner wird es bemerken

 

besser dunkel

DSCN1786

 

sie saßen zusammen

er beim tee sie

in aller rücksicht

auf ihn

flüsterte

an den gleisen ist es ganz ruhig

er hielt sonst abstand von solchen sätzen

die socken lagen auf dem boden und

hielten alles aus

weißt du noch, als ich an den gleisen lag und der wind

durch mein schönes haar fuhr

sie wäre in solchen momenten gerne

abwesend gewesen

ihre augen aber sendeten impulse

gaben nach

ihr mund schwieg einige sekunden

gemeinsamkeiten kann man gut

verschweigen

doch wenn man nicht möchte

ihr arm ging hin und her

ihre zähne rosteten nicht ein

draussen ging eine menge schief

sie sorgte sich nicht darum

sie dachte nur

das nächste spiel ist immer das schwerste und

versuchte mit diesem satz alles zu erfassen

alles

selbst seine lippen die sich zu einem halbsatz

vereinigten ohne

dass sie sich berührten

ja fußball

fußball war noch immer eine krankheit

die tauben ohren hören manchmal davon und sie verstehen das

Au..Au Augsburg

DSCN1791

Es war einmal ein König. Dieser König regierte in einem Land in dem die Socken sehr teuer waren, alles war sehr teuer.

Der König hatte eine Tochter. Die Tochter hatte ein Problem, das Problem war der König, sie mochte den König nicht.

Der König dachte er wäre gut, alle sagten ihm dass er gut war und deshalb glaubte er das auch.

An den Sonntagen ging er immer in die Kirche und wenn dort von Gott die Rede war fühlte er sich immer ein bisschen angesprochen.

Der König liebte seine Tochter.

Seine Frau war früh gestorben.

Der König wollte dass es alle gut haben, jedenfalls sagte er das und er glaubte das was er sagte und jeder sagte ihm, sie machen das gut König, nur seine Tochter sagte das nicht und das machte ihn traurig.

Seine Tochter kam oft tagelang nicht nachhause.

Der König hatte Angst, dass sie entführt werden könnte, denn noch mehr als seine Tochter liebte er das Geld und die Vorstellung dass die Entführer Geld von ihm verlangen könnten kränkte ihn.

Das war die Geschichte vom König und seiner Tochter und sie geht weiter, immer weiter.

Zum Geburtstag bekam die Tochter einmal eine Leiter geschenkt, seitdem wollte sie hochhinaus und einmal kam sie, sie kamen von einer Trunkenheit, woher die Trunkenheit kam wussten sie nicht, aber sie folgten ihr, es war an diesem Samstag, sie gingen von einem Spiel aus und es wurde auch ein Spiel und die, die sagten, das ist Frankfurt gewannen und die ganze Stadt lag sich in den Armen und alle war es egal was morgen war und der König, der König bekam nichts davon mit, denn ohne dass er es bemerkte, hatte man ihn einfach abgeschafft.