Udo Lindenberg – “Stärker als die Zeit” — Blog der Stadtbibliothek Salzgitter

Udo Lindenberg ist wieder da! Der Panik-Rocker wird am 17. Mai 70 Jahre alt und meldet sich nach 8 Jahren mit seinem neuen Album „Stärker als die Zeit“ wieder zurück. Dieses wird bestimmt mindestens genau so erfolgreich wie das Album „Stark wie Zwei“ von 2008 oder das „MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic […]

über Udo Lindenberg – “Stärker als die Zeit” — Blog der Stadtbibliothek Salzgitter

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Für Udo Lindenberg

schau mal

die alten worte

sie betrachten dich

sie sehen wie du aus

immer noch

die alte ferne
wartet auf etwas das man nicht berühren

aber unendlich lieben kann

dieses vergessen das uns vergessen macht

dass es die sätze sind

die nichts verschweigen
bis man sie vergräbt

vergehen jahrzehnte aber selbst dann erwachen sie und

begrüssen dich

oder man brennt durch

in manchen städten

wo du noch nie gewesen bist

 

rufst du deinen namen

du siehst ihn manchmal wenn

du durch die ecken gähnst

 

lange hörst du nichts von dir

als würdest du in deinen launen spazieren gehen

oder in den städten

wo du noch nie gewesen bist

 

du staunst nicht schlecht

jeder erkennbarer schritt wird durchsucht nach wirklichkeit und

findet man eine

wirft man sie davon

als hätte man bereits genug

 

du hörst die zungen schweigen

die schnaps trinken brennen

du hörst den abstand der klugen

von den nicht so klugen sätzen

 

du vergräbst deinen namen

solange

bis du keinen mehr hast

bist du nur noch erkennst

 

du bist der fremde hinter den brücken

das stofftier das nur noch ein wort

vor dem ende des textes trennt

 

die wirklichkeit ist eine fremde und

die erkennst du daran

dass sie neben dir steht

 

max und moritz

hier prallten sie oft gegen die wand

suchten hände

suchten vergebens

mussten warten

bis man kam und begriff

aber man begriff ja nie

 

hier standen sie oft um zu geben

sie nahmen nichts

sie waren zu traurig um zu nehmen

in ihren händen warten

in ihre augen sehen

ein verlorener gedanke

ein gedanke an die nacht

als das zittern mit voller wucht auf sie rasselte

 

sie lagen in den gräbern

versuchten zu schweigen

versuchten den worten zu ähneln

von denen sie nichts hörten

 

sie wuchsen aus sich selbst heraus

kamen wieder

durchsuchen deine schritte und warten vergebens auf eine hand